Das Rote Sofa: Pauline de Bok

Sonntag, 29. März 2019, 11 Uhr

PAULINE DE BOK

„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Zunächst ist es nur ein Experiment: Um einen Roman zu schreiben, macht Pauline de Bok den Jagdschein. Doch die Jagd weckte etwas in ihr, veränderte ihr Leben. Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Wälder der Jagd. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutelchen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok wurde als Tochter eines Tierarztes in den Niederlanden geboren. Sie studierte Theologie und Philosophie, Arbeit als Journalistin und Übersetzerin. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam und in Mecklenburg.

Termin: Sonntag, 29. März 2020, 11 Uhr

Ort: Saal der Mühle Himmelpfort

Veranstalter: Salzmann Bibliothek und Craftwerk e.V.

Moderation: Arno Sommer, Salzmann Bibliothek

Anmeldungen sind erwünscht unter Petra.sommer@rotes-sofa-himmelpfort.de

 


AUF DEM ROTEN SOFA: Jens Lubbadeh

17. November 2019, 11:00 Uhr 2019 Jens Lubbadeh liest

„Transfusion“

In naher Zukunft: Die Geisel Alzheimer ist besiegt: ein Medikament gibt Kranken ihr Leben zurück. Eine junge Wissenschaftlerin, deren Vater an der Krankheit litt, entdeckt die schreckliche Kehrseite. Ein Thriller über Fortschritt und Moral. Und über die Frage, wie weit man selbst zu gehen bereit ist, um einen geliebten Menschen zu retten.

Jens Lubbadeh (46) ist Schriftsteller und freier Journalist und schreibt u.a.a für Die Zeit, Spiegel Online , Bild der Wissenschaft, Stern und Greenpeace Magazin.  Für seine akribisch recherchierten Arbeiten wurde er mit dem Herbert Quandt Medien-Preis ausgezeichnet.

Jens Lubbedes „Transfusion“ erzählt eine atemlose Jahr durch die Abgründe der Pharmaindustrie (Heyne Verlag)

Die Lesung findet im Rahmen des „Kultursommer Himmelpfort“ statt.

 

Sonntag, 17. November 2019, 11.00 Uhr

Saal der Mühle Himmelpfort

Moderation: Arno Sommer

Musik: Johanna-Marie Zieht am Cello und Felix Linke am Flügel

Der Eintritt ist frei.

 


Das Rote Sofa: Stephan Abarbanell

27. Oktober 2019, Stephan Abarbanell „Das Licht jener Tage“

Eine Reise in den Nahen Osten wird zur Reise in die eigene Vergangenheit.

Robert Landauer, einst international geachteter Mediziner, wagt nach einem Pharmaskandal einen Neuanfang in Berlin. Als er einer ohnmächtigen jungen Frau hilft und sie nach Hause fährt, trifft er auf deren Vater, Fouad Tamimi. Es ist nicht die erste Begegnung zwischen den beiden Männern: Ihre gemeinsame Geschichte führt zurück ins Jahr 1982, in den kriegsgebeutelten Libanon; Tamimi hat Landauer damals das Leben gerettet, doch seine große Liebe Sahira verloren. Nach dem Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Beirut fehlte von ihr jede Spur. Landauer lässt sich darauf ein, Tamimi bei der Suche nach Sahira zu helfen. Er macht sich auf den Weg in den Nahen Osten und stößt dabei nicht nur auf seine eigene Vergangenheit, sondern auch auf eine Geschichte von ungeahnten politischen Ausmaßen.

Stephan Abarbanell ist Kulturschef des RBB und lebt in Potsdam

Die Lesung findet ausnahmsweise in der Kirche Himmelpfort statt. Beginn 11 Uhr, Eintritt frei.


Carmina Burana

wir möchten gern kurzfristig auf ein spannendes Konzert im Saal der Mühle Himmelpfort aufmerksam machen. Da es kostenfrei ist, wäre es vielleicht auch eine schöne Möglichkeit einen Ausflug nach Himmelpfort zu machen :-).


Carmina Burana – Das Original des Mittelalters
Szenisches Konzert mit Musik, Tanz und historischen Instrumenten

Samstag, 24. August 2019, 19:30 Uhr


Commedia Nova – Das deutsch-italienische Duo für Musik und Theater in Berlin – entführt in die Welt des Mittelalters und nimmt durch Gesang, Tanz, Bronzeglockenspiel, Saitentambourin, Psalter, Mittelalter-und Einhandflöten, Drehleier und Perkussion mit auf die Reise der Lieder aus Benediktbeuern. Die Texte wurden im 11. und 12. Jahrhundert von zumeist anonymen Dichtern verfasst.
Bekannt geworden sind die Klänge u.a. durch den Komponisten Carla Orff.

In Himmelpfort erleben Sie Gaby Bultmann und Daniele Ruzzier in einer unvergleichbaren Aufführung auf der Bühne im Saal der Mühle.

Commedia Nova wurde 1999 gegründet; das Duo hat seitdem über zwei Dutzend szenische Projekte im Themenspektrum Musik-Tanz-Theater realisiert und in diversen europäischen Reihen und Festivals aufgeführt, u.a. Klassik Stiftung Weimar, Pergamonmuseum und Neue Nationalgalerie Berlin, Estate Musicale Frentana Lanciano, Bachtage Halle, Italienische Kulturinstitute Berlin und München, Goethe-Zentrum Venedig, Zypern und Verona, Istituto Germanico Bologna, Fränkischer Sommer, Montalbane Festival für Mittelaltermusik u.v.a. Der Schwerpunkt liegt auf szenischen Konzerten zum Thema Mittelalter, Commedia dell’Arte und zeitgenössisches Theater. Seit 2009 künstlerische Leitung eines eigenen Festivals für Musik und Theater in Italien Festival dell’Armonia marenostrum.

Das Konzert beginnt 19:30 Uhr und findet im Rahmen des Kultursommer Himmelpfort statt. Der Eintritt ist frei und wir freuen uns über Spenden für das Künstler-Duo Commedia Nova.

Wir freuen uns über Reservierungen unter 033089-438993 oder per e-Mail an willkommen@craftwerk.eu 

INHALT

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Das Rote Sofa: Alexandra Friedmann am 29. September 2019

Liebe Freunde der Salzmann Bibliothek und des Roten Sofas,
die Sommerpause ist vorüber, wir haben viel Zeit „im Freien“ verbracht (Björn Kern, im Mai bei uns) und uns manchmal gesagt: „Heut ist irgendwie ein komischer Tag“ (Cornelius Pollmer im Juni bei uns). Nun geht es voller Elan in den Herbst und wir freuen uns, gleich beim ersten Termin eine wunderbare Autorin in Himmelpfort begrüßen zu dürfen.
Alexandra Friedmann stellt am 29. September ihr Buch „Sterben für Anfänger. Rafik Schulmans unglaubliche Reise ins Leben“ vor.
Um einen begeisterten Leser zu zitieren: „Ein Buch übers Erwachsenwerden, über das Loslösen, aber auch über das Leben und Sterben und die Frage nach dem Sinn. Mal humorvoll, mal eher ernsthaft bis traurig. Einer dieser Romane, die einen nachdenklich, aber doch zufrieden und geradezu glücklich zurücklassen.“
Und eine weitere Stimme auf lovelybooks sagt: „Die Autorin findet noch für die mieseste Situation einen humorvollen, aber respektvollen Ton. Die Dialoge zwischen Rafik und der schwerkranken Charlotte lassen immer einen wertvollen Gedanken zurück. Eine unbedingte Leseempfehlung!“
Worum geht es?
„Es gibt ein Leben vor dem Tod. Wovor hast du Angst?“ Rafik Shulman, Sohn jüdischer Einwanderer aus der einstigen Sowjetunion, hat es sich in den Kopf gesetzt, neben seinem Studium in einem Hospiz zu arbeiten. Dort lernt er die todkranke, aber ungeheuer lebenslustige Charlotte kennen. Die Kombination verwirrt ihn – seit sein Vater in Tschernobyl ums Leben kam, war der Tod immer etwas, über das man nicht spricht. Seine ständig beleidigte Mutter und die nörgelnde Großmutter halten ihn für komplett übergeschnappt. Was will ausgerechnet er in einem Hospiz? Bei all dem »faulen Gemüse«? Während die beiden Frauen ihn zuhause mit ihrer grenzenlosen Fürsorge in den Wahnsinn treiben, verändert die Begegnung mit Charlotte den schüchternen jungen Mann tief. Es beginnt eine Sinnsuche, ebenso komisch wie tiefgründig, die ihn zum weisen Kantor Golan, zu einem furchteinflößenden Jesus am Kreuz und schließlich zu sich selbst führt.Das Buch ist versöhnlich und humorvoll. Es greift die Themen des Lebens aber auch die des Sterbens auf. Rafik findet in Charlotte eine mütterliche Freundin, die ihm zuhört und sich Zeit für seine Fragen nimmt.
Alexandra Friedmann lehrt uns, dass es nicht die EINE Antwort gibt und auch nicht die EINE EINZIGE Religion, dass es viele Antworten gibt auf die Frage nach Leben und Tod. Und sie zeigt uns, dass das Leben mit Humor und Nachdenklichkeit wunderschön ist.
Alexandra Friedmann sagt über sich selbst:
„Schreiben ist für mich eine Berufung und mein persönlicher Herzensweg. Nach dem Abitur ging ich nach Paris, um ein bisschen Französisch und Savoir Vivre zu lernen. Aus einem Jahr wurden unverhofft acht, ich studierte Literatur, Kommunikation und deutsch-französischen Journalismus an der Sorbonne und begann die Arbeit an meinem ersten Roman.“ Es folgten ein Praktikum bei der taz, Arbeit als freie Journalistin und Übersetzerin und der erste Roman „Besserland“. Und nun also „Sterben für Anfänger“.
Alexandra Friedmann auf dem Roten Sofa in der Mühle Himmelpfort
Sonntag, 29.September 2019 11.00 Uhr
Musik: Thomas Vogel am Klavier
Moderation: Arno Sommer
Der Eintritt ist frei.
Ort: Großer Saal der Mühle Himmelpfort


Harald Blüchel – Sommerabendkonzert

SAMSTAG, 17. AUGUST 2019, 20 UHR IM SAAL DER MÜHLE

SAMSTAG, 05. OKTOBER 2019, 19 UHR IM SAAL DER MÜHLE

„Während der Konzerte schaute ich beim Spielen immer mal wieder nach links durchs Fenster in den westlichen Abendhimmel. Das Spiel ging auf in der ruhigen, organisch-fließenden Entwicklung des Lichts von stahlblau nach gelb, orange und rot bis zur beginnenden Dunkelheit, in der Bewegung der Wolken und der sich darunter abzeichnenden schwebenden Flugmuster der Vögel.

Mit geradem Blick und nach rechts konnte ich in den bis auf den letzten Platz gefüllten Raum sehen. Das Licht, die Welt von draußen, die Konzentration und Energie jedes Einzelnen im Publikum, der Flügel, der Klang, der Raum, meine seelisch-emotionale Situation flossen zusammen in einen Gesamtzustand.

In der Pause und nach den Konzerten dachte ich daran, wie schön es ist, in den Momenten zu sein, Teil eines unendlich geflochtenen Bandes von in dieser Ausprägung, Konstellation und Atmosphäre niemals mehr wiederkehrenden Augenblicken. Jede, jeder und jedes ist dabei in jedem Augenblick Akteur und Re-Akteur gleichzeitig, gibt und nimmt, produziert und konsumiert, strahlt ab und zieht an.“

Foto: Tino Pohlmann

Harald Blüchel begann im Alter von 7 Jahren seine klassische Ausbildung am Klavier, erhielt zwei Jahre später ein Stipendium am Konservatorium in Nürnberg und studierte nach dem Abitur und seiner Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer an der (West-) Berliner Hochschule der Künste Komposition. In den 90er Jahren avancierte er unter dem Künstlernamen „Cosmic Baby“ zum Weltstar der Technomusik (!), wandte sich aber nach der Jahrtausendwende wieder der modernen klassischen Musik zu. Seit einigen Jahren konzentriert er sich ganz auf sein Lieblingsinstrument: DAS KLAVIER.

Das Sommerabendkonzert findet im Rahmen des „Kultursommer Himmelpfort“ statt.

Der Eintritt beträgt 15 Euro. Bewohner/innen der Gemeinde Fürstenberg/Havel zahlen 10 Euro.

Einlass eine Stunde vor Beginn.

Nur durch den Verein schriftlich bestätigte Anmeldungen erhalten Einlass.

Bitte Karten reservieren unter

willkommen@craftwerk.eu